Interessante Einblicke die vermeintliche „gute alte Zeit“ vermittelte der Abend mit Dr. Walter Gronauer, der aus seinem Buch über die Erinnerungen seiner Großmutter Josephine Hartlmaier las.
Der Vater von „Finny“ war einer der engsten Bediensteten von König Ludwig II. – die Nachricht von dessen Tod war eines der einschneidensten Erlebnisse der jungen Lehrerin in ihrem Münchner Elternhaus. Noch interessanter wurde es für die Besucher im Pfarrheim, als die Rede auf die Wangener und ihr Dorfleben kam, das Josephine als Gattin des Wangener Lehrers in den Jahren 1894 bis 1901 aufgezeichnet hatte. Anhand vieler Details entwickelte sich eine rege Diskussion mit den Zuhörern, die zum Teil ihre persönlichen Erinnerungen einbrachten.
Alles in allem: Ein interessanter und amüsanter Abend, bei dem – aus einer bisher unbekannten Perspektive heraus – sich große Landesgeschichte und kleine Dorfgeschichte(n) verbanden.
Kategorie: Allgemeines (Seite 36 von 66)

Zum wiederholten Male haben die Wangener Radler bei der Aktion Stadtradeln den dritten Platz innerhalb aller Starnberger Gruppierungen errungen.
Vroni Patzel konnte die Urkunde für das Team „1007 Jahre Wangen“ kürzlich bei „Starnberg bewegt“ entgegennehmen.
Der Zaun war morsch und die Thujenumrahmung war in den letzten Jahren ziemlich aus der Form geraten, so dass die Stadt auf Initiative der Krieger- und Soldatenkameradschaft Wangen eine Verschönerung des Geländes in Angriff genommen hat. Das Wangener Kriegerdenkmal kann so bis zum Volkstrauertag wieder ein würdiges Bild abgeben.
Knapp 50 Wangener waren der Einladung der Stadt Starnberg zur Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle gefolgt. Als einziges Thema stand die Vorstellung der Standortuntersuchung für ein neues Feuerwehrhaus auf der Agenda. Bürgermeisterin Eva John hatte dazu Nicolai Baehr engagiert, dessen Architekturbüro Baehr Rödel Necologix Architects aus Söcking mit der Studie beauftragt war („Wir haben auch Leutstetten gemacht“ – gemeint war das dortige Feuerwehrhaus).

Von den früher diskutierten zahlreichen Standorten blieben nur noch zwei im Gespräch:
Einmal das von der Feuerwehr favorisierte Spielplatzgrundstück in der Ortsmitte, das sich im Eigentum der Stadt befindet und zum Zweiten – für viele überraschend – das Gelände des ehemaligen Gasthofs Holzeder, dessen Eigentümer sich gegenüber der Stadt verhandlungsbereit gezeigt hat.
Architekt Baehr bemühte sich anhand zahlreicher Grafiken zu zeigen, dass die „Holzeder-Lösung“ das Optimum für die Feuerwehr und das Wangener Ortsbild bedeuten würde. Zur Finanzierung des Ankaufs wollte Bürgermeisterin John allerdings keine Aussage treffen – ebenso vermied sie jegliche Stellungnahme zum immer wieder vorgebrachten Verdacht, das wertvolle Spielplatzgrundstück eines Tages zu Geld machen zu wollen, analog zu den anderen bereits verkauften städtischen Grundstücken in Wangen.
Ergebnis des Abends war, dass die Stadt sowohl die „Holzeder-Lösung“ weiter verfolgt, als auch die Varianten im Dorfzentrum weiterentwickelt: Das Feuerwehrhaus könnte mit seinen Räumlichkeiten und WC-Anlagen zusammen mit dem Spielplatz zu einem echten Dorfzentrum werden, wo auch Weihnachtsmarkt und Dorffest ihren Platz finden könnten.
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